
Life Sciences Cluster Forum 2026
Die Handelskammer beider Basel übergab an ihrem Life Sciences Cluster Forum einen Forderungskatalog für eine nationale Life Sciences-Strategie an BAG-Direktorin Anne Lévy und Ronald Indergand, Leiter Direktion für Wirtschaftspolitik SECO. Wir fordern rasche Reformen, um die internationale Wettbewerbsfähigkeit der Schweiz dank einer starken Life Sciences-Industrie zu sichern. Insbesondere fordern wir schnellere Zugänge zu innovativen Therapien und Lösungen, effizientere klinische Prozesse und international anschlussfähige regulatorische Rahmenbedingungen.
Life Sciences Cluster Basel fordert entschlossene nationale Standortpolitik
Die Handelskammer beider Basel übergab an ihrem Life Sciences Cluster Forum einen Forderungskatalog für eine nationale Life Sciences-Strategie an BAG-Direktorin Anne Lévy und Ronald Indergand, Leiter Direktion für Wirtschaftspolitik SECO. Wir fordern rasche Reformen, um die internationale Wettbewerbsfähigkeit der Schweiz dank einer starken Life Sciences-Industrie zu sichern. Insbesondere fordern wir schnellere Zugänge zu innovativen Therapien und Lösungen, effizientere klinische Prozesse und international anschlussfähige regulatorische Rahmenbedingungen.
Der internationale Wettbewerb um Investitionen in den Life Sciences hat sich markant verschärft. Während andere Länder ihre Life Sciences-Standorte strategisch stärken, gerät die Schweiz zunehmend unter Druck. Vor diesem Hintergrund hat die Handelskammer beider Basel an ihrem gestrigen Life Sciences Cluster Forum einen Forderungskatalog für eine nationale Life Sciences-Strategie präsentiert und diesen offiziell an Anne Lévy, Direktorin Bundesamt für Gesundheit (BAG) sowie an Ronald Indergand, Leiter Direktion für Wirtschaftspolitik Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO), übergeben.
Der Forderungskatalog soll in die im Januar gestarteten Arbeiten der nationalen Arbeitsgruppe «Life Sciences Strategie» einfliessen, die durch zwei gleichlautende Motionen von Ständerätin Eva Herzog und Nationalrätin Patricia von Falkenstein zur Ausarbeitung einer nationalen Strategie für die Pharma- und Biotechindustrie ausgelöst wurde.
Wie bleibt die Region Basel attraktiv?
Hochkarätige Rednerinnen und Redner diskutierten am Forum die Frage, wie die Schweiz als global führender Forschungs-, Entwicklungs- und Produktionsstandort für Life Sciences attraktiv bleibt - unabhängig von geopolitischen Unsicherheiten und internationalen handelspolitischen Entwicklungen. Der Life Sciences Cluster Basel spielt dabei eine Schlüsselrolle. Unsere Region vereint führende Life Sciences-Unternehmen, Hochschulen, Forschungsinstitute, Spitäler, innovative Startups sowie spezialisierte Zulieferer, Beratungsunternehmen und Logistiker in weltweit einzigartiger Dichte. Der Cluster Basel steht exemplarisch für die strategische Bedeutung der Branche für Innovation, Export und Wohlstand der Schweiz.
Life Sciences-Standort Schweiz unter zunehmendem Wettbewerbsdruck
Der Forderungskatalog macht deutlich: Ohne rasche und entschlossene Reformen droht der Life Sciences-Standort Region Basel und damit die Schweiz im internationalen Standortwettbewerb weiter zurückzufallen. Die Forderungen umfassen insbesondere:
- Rascher und breiter Zugang zu innovativen Therapien und Lösungen, unter anderem durch eine deutliche Beschleunigung der Medikamentenvergütung sowie eine Modernisierung des Preisbildungssystems, das Innovationen fair honoriert.
- Zügigere Verfahren bei klinischen Studien, unter anderem durch gesetzlich verankerte Fast Track-Genehmigungen, um Forschung und Entwicklung in der Schweiz zu halten.
- International anschlussfähige regulatorische Rahmenbedingungen in Forschung und Entwicklung, ohne zusätzliche nationale Sonderauflagen, die den Standort benachteiligen.
- Schnellere und effizientere Zulassung innovativer Pflanzenschutzmittel, inklusive der Übernahme von Zulassungen angrenzender Länder.
- Konsequenter Schutz des geistigen Eigentums in einem zunehmend kompetitiven internationalen Umfeld.
- Verantwortungsvolle Nutzung von Gesundheitsdaten als Grundlage für digitale Innovationen.
- Verlässliche wirtschaftliche Rahmenbedingungen, insbesondere stabile Beziehungen zur EU und ein planbares regulatorisches Umfeld ohne zusätzliche Swiss Finish-Regulierungen.
- Sicherung des Zugangs zu hochqualifizierten Fachkräften, einschliesslich Personenfreizügigkeit, ausreichender Kontingente für Drittstaaten sowie einer Stärkung der Berufsbildung.
- Ein attraktives Umfeld für Investitionen, mit verhältnismässigen Auflagen, ausreichenden Entwicklungs- und Produktionsflächen und einer standortverträglichen Umsetzung der OECD-Mindeststeuer.












